Kilian Kraft, Product Manager, iBS - Innovative Banking Solutions AG

Kilian, Product Manager

Team Central Components

Prima, dass du dir Zeit für uns nimmst, Kilian. Erzähl uns doch mal kurz, wer du bist und was du bei der iBS so tust ...

Hi, ich bin Kilian und 35 Jahre alt. Seit 2013 bin ich bei der iBS und mittlerweile in der Rolle als Produktmanager für unsere "finanzmathematischen" Produkte iBS-ACF (Schadensberechnung), iBS-FCM (Darlehenskalkulation) und iBS-BWR (Barwertrechner) unterwegs.

"Finanzmathematische Produkte" - das klingt ziemlich komplex. Welchen beruflichen Hintergrund hast du?

Mein beruflicher Hintergrund ist die iBS 😊. Nach meinem Mathematikstudium habe ich hier als Anwendungsentwickler begonnen. Während des Studiums hatte ich noch gar nichts mit Softwareentwicklung zu tun. Ich muss zugeben, dass mich das Programmieren auch nicht wirklich interessiert hat. Das kam dann erst während meiner Masterarbeit. Naja, und im Laufe der Jahre bin ich dann nach und nach in die Rolle des Produktmanagers reingewachsen.

Und wie bist du letztendlich zur iBS gekommen?

Ich hatte nach meinem Mathestudium das Gefühl, dass mir nach den vielen theoretischen Themen ein bisschen das praktische Wissen fehlt. Deswegen war mein Plan, dass ich noch ein Aufbaustudium im Bereich Finance and Insurance dranhänge. Nebenbei habe ich dann als Werkstudent bei der iBS angefangen. Die Arbeit bei der iBS hat mir aber deutlich mehr Spaß gemacht als das Zweitstudium. So wurde mir recht schnell klar, dass ich gerne vollständig bei der iBS einsteigen möchte. So bin ich hier gelandet.

Was uns natürlich sehr freut. Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei dir aus?

Das ist gar nicht so leicht zu beantworten, weil meine Aufgaben sehr vielfältig sind und die Tage sich sehr unterschiedlich gestalten können. Am besten, ich erzähl einfach mal, was ich so mache: Wir starten den Tag in der Regel mit einem Team-Meeting, in dem wir unsere Aufgaben abstimmen.

Wenn wir neue Anforderungen zu unseren Produkten bekommen, analysiere ich die Themen aus fachlicher Sicht und spezifiziere dann meine Lösungsidee. Ich beteilige mich dann aber auch an der technischen Konzeption und, wenn es Bedarf gibt, auch an der Implementierung an sich.

Wenn Fehlermeldungen im Rahmen der Wartung eintrudeln, analysiere ich die Meldung und beauftrage dann entweder den Entwickler mit einer Korrektur, oder melde dem Kunden zurück, wie er sein Problem vielleicht über Einstellungen an der Software lösen kann.

In Kundenprojekten stellen wir die Anwendungen gemäß den Vorgaben unserer Kunden ein. Dafür treffen wir uns z. B. mit den Fachbereichen und besprechen deren Anforderungen und wie wir diese im Rahmen von Customizing, User-Exits oder Neuentwicklungen umsetzen können.

Daneben kümmere ich mich um die Produktdokumentation, lege die Produkt-Roadmap fest, schreibe Newsletter und unterstütze den Vertrieb z. B. bei Akquise-Tätigkeiten wie etwa Produktpräsentationen.

Das sind eine Menge unterschiedlicher Aufgaben. Welche Fähigkeiten und Kenntnisse brauchst du, um in so einer Rolle gut zu sein?

Also ich glaube ich bin kein klassischer Produktmanager, sondern definiere meine Rolle ein bisschen weitläufiger.

Kreativität ist wichtig, um Lösungen zu finden und darum geht es bei uns ja hauptsächlich. Sei es bei der Behebung eines Fehlers oder bei der Übersetzung einer Fachanforderung in die eigene Software. Da ich viel mit verschiedenen Rollen zu tun habe (Entwickler, Fachexperten, Vertriebskollegen etc.) braucht man außerdem ein gewisses Maß an Flexibilität, um sich in die jeweilige Denke hineinversetzen zu können. Und jeder, der schon einmal einen halben Tag im Debugger verbracht hat, wird bestätigen, dass ein gutes Durchhaltevermögen von Vorteil ist. 😉

Ich brauche natürlich Bankenfachwissen. Beispielsweise muss ich wissen, was eine Vorfälligkeitsentschädigung ist und welche gesetzlichen Vorschriften dabei gelten. Wie wird ein Barwert berechnet, wie funktioniert eine Deckungsbeitragsrechnung etc. Ich persönlich lege dabei viel Wert darauf, die mathematischen Hintergründe zu verstehen – aber ich habe ohnehin eine Affinität zu Zahlen und Formeln.

Zu guter Letzt muss ich wissen, wie unsere Produkte funktionieren und welche Möglichkeiten wir haben die Anforderungen der Kunden abzubilden. Entsprechend braucht es Know-how in den verschiedenen SAP-Modulen, in ABAP bzw. Programmierung und in Architekturthemen.

Was gefällt dir an deinem Job am besten?

Sehr gut gefällt mir die Abwechslung, so wird es nie langweilig. Ich löse einfach gerne Probleme bzw. neue Aufgabenstellungen und davon gibt es bei uns genug. Wenn man dann eine elegante Lösung findet und das auch noch gut beim Kunden ankommt, ist das immer ein gutes Gefühl.

Ein ganz wichtiger Aspekt ist natürlich unser Team, in dem ein wirklich toller Zusammenhalt herrscht.

Hast du ein paar Tipps für jemanden, der am Anfang seiner Karriere steht?

Sei neugierig und hab keine Angst. Niemand hat jemals ausgelernt und wenn man bereit ist, sich mit neuen Dingen zu beschäftigen, ergibt sich vieles von allein. Ich versuche immer offen und ehrlich zu sein und würde das auch jedem anderen so empfehlen. Obwohl man dabei erst einmal das richtige Maß finden muss, sonst stößt man Leute schnell vor den Kopf.

Wenn du auf dein stetig wachsendes Team schaust: Welche Dinge, die nicht in der Stellenausschreibung stehen, sollten neue KollegInnen mitbringen?

Die Dinge im Tagesgeschäft laufen selten nach „Schema F“. Deswegen sollte man in der Lage sein, zu abstrahieren bzw. Transferleistungen zu erbringen. Außerdem finde ich es wichtig, dass man sorgfältig arbeitet. Sei es beim Schreiben von E-Mails, beim Testen oder beim Dokumentieren. Nicht zu vergessen: Eine gute Portion Humor hilft immer!

Sicher hast du als Mittdreißiger noch Pläne. Gibt es etwas Besonderes, das du anstrebst?

Ich würde mein Wissen im Bereich der Software-Architektur gerne noch weiter vertiefen und dieses dann entsprechend bei den Weiterentwicklungsprojekten unserer Produkte anwenden.

Viel Erfolg dabei und Danke für das Interview!

Es war mir ein Vergnügen. 😉

Das Gespräch führte Thomas Alker, Redakteur.

Zurück

Diese Webseite nutzt Cookies, um Funktionalitäten zu ermöglichen und zur Analyse, um dadurch die Nutzererfahrung zu verbessern (Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie diese Cookies zulassen möchten.