Die iBS hat ihre modulare Tax Compliance Lösung Foreign Account Identification & Reporting (iBS-FAIR) erweitert. iBS-FAIR wird von Finanzinstituten verschiedener Größe und Ausrichtung bereits für die Kategorisierung nach US-FATCA produktiv eingesetzt. Die neue Komponente Reporting for US-FATCA ermöglicht Banken und Versicherungen die Compliance-konforme Erstellung von FATCA-Meldungen nach IGA I und IGA II.

Mit FATCA verpflichten die USA Finanzinstitute weltweit, ihre Kunden und Konten anhand vorgegebener Indizien auf eine potentielle Steuerpflicht in den USA zu überprüfen und jährlich entsprechende Meldungen zu erstellen. Die Grundlage hierfür bilden so genannte „Intergovernmental Agreements“, oder kurz „IGA“. Diese zwischenstaatlichen FATCA-Vereinbarungen haben die USA mit mittlerweile nahezu 100 Staaten geschlossen bzw. stehen kurz vor der Unterzeichnung.

Bei den bilateralen FATCA-Verträgen wird zwischen IGA I und IGA II unterschieden. In der Variante IGA I, die von über 80% der FATCA-Partnerländern (darunter alle EU-Staaten mit Ausnahme Österreichs) Anwendung findet,  erfolgt die FATCA-Meldung der Finanzinstitute indirekt über nationale Einrichtungen des jeweiligen Landes, bei IGA II direkt an die US Steuerbehörde IRS.

Stichtag für die FATCA-Meldung rückt näher

Die für die FATCA-Meldung zuständige Stelle in Deutschland ist das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt). Entsprechend der deutschen FATCA-Umsetzungsverordnung müssen Finanzinstitute diesem die FATCA-relevanten Daten jährlich bis zum 31.07. melden. Das FATCA-Reporting erfolgt dabei über die ELMA-Schnittstelle durch Upload einer Datei im FATCA XML Schema. Erster FATCA-Meldetermin ist der 31.07.2015. Zu diesem Stichtag muss die anforderungskonforme Melde-Datei beim BZSt eingegangen sein.

iBS-FAIR Reporting ermöglicht FATCA-Reporting nach IGA I & IGA II

iBS-FAIR Reporting for US-FATCA ermöglicht Finanzinstituten in FATCA-Partnerländern die Compliance-konforme Erstellung der FATCA-Meldung. Die Software setzt technisch auf der modular erweiterbaren iBS-FAIR Plattform auf.

Im Zusammenspiel mit der iBS-FAIR Kategorisierung for US-FATCA bildet die neue Softwarekomponente eine vollumfängliche Lösung für Kategorisierung und Reporting nach dem US Foreign Account Tax Compliance Act. Alternativ lässt sie sich als Stand-alone Lösung für das FATCA-Reporting einsetzen. Die für die Meldung notwendigen Daten können dabei von beliebigen Drittsystemen über eine standardisierte Schnittstelle entgegen genommen werden.

Integrierter Reporting-Dialog ermöglicht effiziente Qualitätssicherung

Als Output erzeugt die Software eine valide Reporting-Datei nach dem FATCA XML Schema zur Übermittlung an die zuständige nationale Stelle (bei Instituten in IGA I Ländern) bzw. an das IRS
(IGA II). Über den iBS-FAIR Reporting-Dialog kann die Meldedatei vorher vom zuständigen Tax Compliance Officer final geprüft werden. Dabei erlaubt die Anwendung kleinere Korrekturen direkt  durchzuführen, ohne die komplette Meldung neu erzeugen zu müssen. Eine revisionssichere Protokollierung sowie die Möglichkeit zur Versionierung sorgen für die notwendige Nachvollziehbarkeit.

iBS & Partner unterstützen Implementierungsprojekte

Um Banken und Versicherungen zu ermöglichen, FATCA effizient und termingerecht umzusetzen, hat die iBS parallel zur Entwicklung von iBS-FAIR in die Ausbildung qualifizierter Implementierungspartner investiert. Mit Erfolg. So konnten die iBS und ihre Partner in den vergangenen Monaten mehrere Häuser parallel bei der erfolgreichen Einführung und Produktivsetzung der iBS-FAIR Plattform und FATCA-Kategorisierung  unterstützen. Gemeinsam stellen iBS und Partner auch für die jetzt anlaufenden FATCA-Reporting Projekte wieder qualifizierte Implementierungs-Ressourcen bereit. So sind iBS-FAIR-Kunden für den Start des FATCA-Reportings  im Juli 2015 gut gerüstet.

Nach FATCA kommt ‚GATCA‘:  CRS-Komponenten für iBS-FAIR bereits in Vorbereitung

Nach dem Abschluss der Implementierunsgarbeiten für US-FATCA geht es für die iBS und Ihre Kunden direkt weiter. Unter dem Eindruck des US Foreign Account Tax Compliance Acts haben sich Staaten weltweit auf einen grenzüberschreitenden, automatischen Informationsaustausch in Steuersachen verständigt. Dieser soll bereits 2017 starten. Die Basis bildet hier der von der OECD im Auftrag der G20 Staaten erarbeitete Common Reporting Standard (CRS). Eine entsprechende Softwarekomponente für iBS-FAIR befindet sich bei der iBS bereits in der Entwicklung.

Autor: Christian Beck, Solution Manager Tax Compliance

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