Früher als erwartet hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am 21. Juli 2014 die detaillierten Regelungen für den grenzüberschreitenden Austausch von steuerrelevanten Kontoinformationen vorgelegt. Ursprünglich waren diese für September 2014 angekündigt.

Globaler Standard für den Automatischen Informationsaustausch in Steuersachen

Der "Standard for Automatic Exchange of Financial Account Information in Tax Matters" (AEOI) wurde von der OECD im Auftrag der G20 erarbeitet. Er sieht vor, dass Banken und Versicherungen ab 2017 bestimmte Daten über Konten von Steuerausländern an eine zentrale, nationale Einrichtung melden. Von dort sollen diese dann jährlich an den Heimatstaat des Kontoinhabers übermittelt werden. Umfassen soll die Meldung Kontostände, Zins- und Dividendeneinnahmen sowie Verkaufserlöse aus Finanzgeschäften von Privatpersonen, Treuhandgesellschaften, Stiftungen und Unternehmen.

Ziel des AEOI-Standards ist es, steuerrelevante Kapitalerträge im Ausland transparent zu machen und so Steuerhinterziehung zu verhindern. Vorbild für den Automatischen Informationsaustausch (AIA) ist das US-Gesetz FATCA. Die rechtliche Grundlage für den Austausch der Informationen soll analog zu US-FATCA über bilaterale Verträge gelegt werden.  

Verbindliche Leitlinien für die Umsetzung durch Regierungen und Finanzinstitutionen

Standard for Automatic Exchange of Financial Account Information in Tax Matters

Der jetzt veröffentlichte, 311 Seiten starke Standard detailliert zum Einem die Form der zwischenstaatlichen Vereinbarungen an Hand eines Musterabkommens (Model Competent Authority Agreement). Zum Anderen präzisiert es die Anforderungen an Finanzinstitute und Staaten bezüglich Art, Umfang, Form und Übermittlung der zu meldenden Daten (Common Reporting Standards).

Der vollständige AEOI-Standard kann auf der Webseite der OECD online eingesehen werden. Alternativ ist sie als eBook im PDF-Format über den OECD Online Bookshops erhältlich.

iBS bietet Softwarelösung für AIA 

Mit dem Produkt iBS Foreign Account Identification and Reporting (iBS-FAIR) bietet die iBS eine flexible Standardsoftware für die maschinelle Identifikation und Meldung von potentiell im Ausland steuerpflichtigen Konten. Die Software ist bereits bei mehreren Finanzinstituten für den Bereich US-FATCA erfolgreich im Einsatz. Gerne informieren wir Sie, wie Sie die AIA-Anforderungen der OECD mit iBS-FAIR zuverlässig und kostengünstig umsetzen können.

Sprechen Sie uns an. Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen.

Autor: Christian Beck, Solution Manager Tax Compliance

Diese Webseite nutzt Cookies, um Funktionalitäten zu ermöglichen und zur Analyse, um dadurch die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie diese Cookies zulassen möchten.