Österreich hat am 29. April 2014 das FATCA-Abkommen über den Austausch von Steuerdaten mit den USA unterzeichnet. Das berichtet u.a. derStandard.at in seiner Onlineausgabe. Anders als die übrigen EU-Staaten setzt Österreich dabei auf  ein Intergovernmental Agreement auf Basis des Modell II.

Mit der Unterzeichnung des FATCA-Abkommens geht Österreich den eingeschlagenen Weg zur Abschaffung des Bankgeheimnisses für Ausländer konsequent weiter. Im März hatte Österreich seine Blockadehaltung bezüglich eines erweiterten automatischen Informationsaustausches in der EU aufgegeben und einer entsprechenden Erweiterung der Zins- und Amtshilferichtlinie zugestimmt.

Das jetzt unterzeichnete FATCA-Abkommen zwischen Österreich und den USA basiert auf dem Model II Agreement. Dieses sieht vor, dass die Finanzinstitute die entsprechenden Daten direkt an die US Steuerbehörde IRS weiterleiten. Alle anderen EU-Staaten setzen hingegen auf das Modell I. Bei diesem melden die Institute jeweils an eine zentrale nationale Stelle, welche die Daten dann an die USA weitergibt. Inwieweit es für Österreich vor dem Hintergrund der EU-weiten Einigung über einen Automatischen Informationsaustausch (AIA) vorteilhaft ist, hier einen Sonderweg zu gehen, bleibt abzuwarten.

Fest steht, dass Finanzinstitute in Österreich handeln müssen, um die verbindlich umzusetzenden Anforderungen fristgerecht zu erfüllen und so die notwendige FATCA-Compliance sicherstellen zu können.

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Update 2. Mai 2014: Mittlerweile hat das österreichische Bundesministerium für Finanzen die Dokumente des FATCA-Abkommens in deutscher und englischer Sprache online veröffentlicht. 

Die deutschprachigen Versionen erreichen Sie auch über die folgenden Direktlinks:

Autor: Christian Beck, Solution Manager Tax Compliance

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