Im Kampf gegen internationale Steuerhinterziehung forcieren die Finanzminister der fünf großen EU-Staaten (G5) einen erweiterten Informationsaustausch zwischen ihren Ländern nach Vorbild von FATCA. Ein entsprechendes Pilot-Projekt ist bereits in Planung.

Die Finanzminister der G5-Staaten Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien haben sich in einem gemeinsamen Brief an die EU-Kommission dafür ausgesprochen, den automatischen Informationsaustausch über Kapitaleinkünfte innerhalb der EU zu erweitern. Das teilte das Bundesfinanzministerium am 09. April per Pressemitteilung mit.

FATCA als Grundlage für multilaterale Zusammenarbeit

Als Basis für ein möglichst breites, multilaterales Abkommen soll das bilaterale Musterabkommen bezüglich FATCA dienen. Dieses sogenannte Model Agreement hatten die G5 im Juli 2012 gemeinsam mit den USA erarbeitet. Mittlerweile ist es Grundlage für bilaterale FATCA-Abkommen der USA mit Staaten weltweit. Zur Umsetzung planen die G5 zeitnah ein Pilotvorhaben für eine multilaterale Austauschfazilität zu starten. Andere (EU)-Staaten sind aufgefordert, sich an diesem Pilotprojekt zu beteiligen, was somit den Weg für weitere Verhandlungen mit Drittstaaten, wie der Schweiz oder Liechtenstein öffnet.

Auf dem Weg zum globalen Datenaustausch

Dieses Vorgehen der G5 Minister in Steuersachen steht im Einklang mit den internationalen Bestrebungen im Kampf gegen Steuerhinterziehung, die in letzter Zeit insbesondere auf Ebene der G20, G8 und OECD diskutiert werden. Weiterhin begrüßte EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta den folgerichtigen Schritt der fünf Länder, dies sei ein klares Zeichen, dass der automatische Informationsaustausch der einzige zukunftsfähige Weg ist.

iBS-FAIR - die multilaterale Lösung

Mit FAIR stellt die iBS eine Plattform zur Verfügung, die per Design darauf ausgelegt ist nicht nur US-FATCA abzubilden, sondern zukünftig auch weitere (multi)-nationale Anforderungen. Durch die bewusste Verwendung eines flexiblen Frameworks und die Steuerung der Business-Logik durch Geschäftsprozesse ist es möglich, neue Prozesse und Funktionen einzufügen, ohne bestehende Funktionen zu verändern.

Aktuell bietet die iBS Geschäftsprozesse für US-FATCA bzw. IGA (Modell 1) an. Die Bereitstellung von zusätzlichem Content für zukünftige bi- oder multilateraler Regulatorien ist Bestandteil der Produkt-Roadmap.

Gerne laden wir Sie ein iBS-FAIR näher kennen zu lernen per Webinar, Live-Demo bei Ihnen vor Ort, oder auch gerne in einem ausführlichen Hands-On Termin.

Autor: Christian Beck, Solution Manager Tax Compliance
Autor: Patrick Emse, Delivery Manager Tax Compliance


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