Deutschland und die USA haben sich über die finale Ausgestaltung der angekündigten zwischenstaatlichen Vereinbarung zur FATCA-Umsetzung geeinigt. Wie das Bundesfinanzministerium meldet, wurde der Vertrag von beiden Seiten am 21.02.2013 paraphiert. Vorab hatte bereits die Tageszeitung Die Welt mit Berufung auf Regierungskreise berichtet, das Abkommen sei final durchverhandelt.

Im Februar des vergangenen Jahres hatten die USA und die fünf großen europäischen Volkswirtschaften Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien zeitgleich zur Veröffentlichung der FATCA Proposed Regulations angekündigt, bei der grenzüberschreitenden Bekämpfung von Steuerhinterziehung enger zusammen zu arbeiten. Im Juli 2012 stellten sie ein gemeinsam erarbeitetes Musterabkommen (Model Agreement) für entsprechende zwischenstaatliche Vereinbarungen (Intergovernmental Agreement, IGA) vor.

Das IGA definiert die konkrete Umsetzung von FATCA im Unterzeichnerland, wobei im Annex II länderspezifische Besonderheiten geregelt werden. Insbesondere können im diesem Finanzprodukte und Instituts-Typen, die nach Auffassung der US-Steuerbehörde IRS kein nennenswertes US-Steuerhinterziehungsrisiko in sich bergen (so genannte „low risk entities“ und „low risk products“), vom FATCA-Anwendungsbereich ausgenommen werden.

„Mit der Unterzeichnung und Veröffentlichung des bilateralen Abkommens erhalten Finanzinstitute in Deutschland endlich Sicherheit bezüglich der für sie geltenden, konkreten Anforderungen", so Christian Beck, Solution Manager Tax Compliance und verantwortlich für die iBS FATCA-Lösung Foreign Account Identification & Reporting.  Mit Blick auf die bisher von anderen Staaten geschlossenen Vereinbarungen seien keine großen Überraschungen zu erwarten.

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