Stefan Walter, Generalsekretär des Baseler Ausschusses, hat am Dienstag, den 13.09.2011 klargestellt, dass die neuen Kapitalvorschriften von Basel III prinzipiell für international tätige Banken erarbeitet wurden. Jedoch läge es im aufsichtsrechtlichen Ermessen jedes einzelnen Landes, diese neuen Regeln auch zusätzlich für alle Banken des Landes auszuweiten. Hierdurch könne eine deutlich verbesserte Aufsicht erreicht werden, sowie im gewissen Rahmen eine Wettbewerbsverzerrung durch Ungleichbehandlung von Banken vermieden werden.

Ein weiteres wesentliches Ziel des Baseler Ausschusses sei es, sicher zustellen, dass in den verschiedenen Ländern Kreditrisiken ähnlich bewertet und mit Eigenkapital unterlegt werden. So soll erreicht werden, dass Banken sich deutlich stärker an die Vorgaben des Baseler Ausschusses halten und die Regeln international möglichst einheitlich ausgelegt werden. Hierfür werden aktuell Überlegungen zu einem Prüfverfahren vorgenommen.

Sparkassen und Genossenschaftsbanken gegen allgemeingültige Anwendung von Basel III

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) fordert eine differenzierte Umsetzung der Kapitalvorschriften nach Basel III. In Deutschland sollten diese allumfänglich nur auf Großbanken oder systemrelevante Banken Anwendung finden. Dieser Forderung schließt sich der genossenschaftliche Bankenverbandes mit Blick auf die kleinen Volks- und Raiffeisenbanken an.

Die neuen Regeln des Baseler Ausschusses (Basel III) sehen vor allem deutlich schärfere Eigenkapitalanforderungen für Banken vor, damit die Institute künftige Finanzkrisen besser überstehen können. Zusätzlich hat der Baseler Ausschuss auch verschärfte Regeln für das Liquiditätsmanagement veröffentlicht.

In der Europäischen Union sollen diese Vorschriften in Zusammenhang mit der CRD IV als EU-Verordnung eingeführt werden. Hierdurch würden den nationalen Aufsichten und Legislativen die Möglichkeit genommen werden, Sonderregeln für nationale Besonderheiten umzusetzen.

Basel III-Überwachung im Rahmen der Meldewesen-Vorverarbeitung

Um Instituten eine proaktive Überwachung der verstärkten Basel III Anforderungen zu ermöglichen, evaluiert die iBS aktuell Möglichkeiten, die bestehenden iBS-Lösungen für die Meldewesen-Vorverarbeitung um Analyse- und Prüfmöglichkeiten zu erweitern.

Autor: Henrik Neunhoeffer, Meldewesen-Spezialist, iBS AG

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